Eckernförder Traditionssegler präsentieren sich am 2-3. Okt 2011
Inzwischen gehören sie zum gewohnten Bild des Eckernförder Hafens und stellen ein lebendiges Museum dar - die Traditionssegler -. Neben dem sonntäglichen Fischmarkt war es dieses Wochenende möglich die geschichtsträchtigen Schiffe zu besichtigen und einen kostenlosen Kurztörn auf der Eckernförder Bucht mit zu segeln.
Leise knarren die Blöcke in der Takelage, der typische Geruch eines Holzschiffes zieht aus den geöffneten Niedergängen, "Bitte nur rückwärts runtersteigen" empfiehlt Hans Walter , Bootsmann der SmH Freddy, jedem Besucher, der nach unten möchte, denn die steilen Niedergänge stellen für Ungeübte durchaus eine Herausforderung dar. Durch den Salon, vorbei an der Kombüse und über das Deckhaus mit Kartentisch wieder nach oben.
Einige stellen Fragen, andere schauen sich nur um, den Fotoapparat in der Hand, um ungewohnte Details aus einer anderen Zeit abzulichten.
Der Andrang für die Kurztörns war riesig. "Wir hätten noch zehn Schiffe mehr mit Gästen füllen können", freut sich der Sprecher der Traditionsschiffe über den Andrang.
Leichter Wind aus West, gerade so viel, dass sich die Segel füllten, sorgte für ausreichende Fahrt, um das Schiff ohne Maschinen zu steuern. Die Kurztour war für die Gäste an Bord ein Erlebnis, das diese so schnell nicht vergessen werden. Wir wollen, dass jeder, der vom Eckernförder Hafen spricht, sofort auch die Traditionssegler vor Augen hat.
"Wer den Mitgliedsbeitrag bezahlt, darf auch Rost klopfen und Farbe malen", beschreibt scherzhaft Hans Walter die Vereinsarbeiten, die zum Erhalt der Traditionsschiffe erforderlich sind, und betont, dass gerade jüngere Leute und Jugendliche gern gesehen wären.
Weit zu hören waren die Klänge der "Stoker Jazzband", die auf der "Freddy" für gute Stimmung sorgte. Mit dieser Abschlussveranstaltung beendeten die Traditionssegler die diesjährige Saison und bereiten in den kommenden Wochen ihre Schiffe für das Winterlager vor.
Auszug aus ein Artikel in der shz